12.02.2011  SGE – Bayer Leverkusen 0:3 (Waldstadion, 42.600 Zuschauer)

Da sagt man einmal im Leben das, was einem auf den Nägeln brennt und schon kriegt man in den Arsch getreten…
Das wäre nichts für mich, schließlich mache ich den ganzen Tag nichts anderes, als mir über mögliche und unmögliche Zusammenhänge den Kopf zu zerbrechen. Die Aussagen von Sarrazin (Berliner Finanzsenator), bayrische Schüler ohne Schulabschluss wüssten mehr als Berliner Schüler mit Abschluss, ist so ein Beispiel. Der Mann hat doch Recht! Wer mal in Berlin durch den Prenzlauer Berg spaziert, wird sich wundern, warum hier geschwäbelt, gegrantelt oder gemuht wird, aber nicht berlinert und schon gar nicht deutsch geredet. DA sind sie, die ganzen Süddeutschen ohne Schulabschluss, die jetzt in Berlin den dicken Max machen.
Der gemeine Berliner Studierte überlegt bei Kerzenschein hin und her, wie er seine Stulle bezahlen soll und ernährt sich während dessen von Hartz IV. Derweil kommt der zurückgebliebene Schwabe in Papas Benz vorgefahren und macht aus Scheiße Geld. Und schon ist der dumme Schwabe der Klügere.
Oder ein anderer Politiker der meinte, die Kindstötungen im Osten hängen ursächlich mit der Abtreibungsregelung in der DDR zusammen. Der Herr kommt wohl aus Berlin. Das würde seinen Mangel an Verstand erklären. Die Mütter, die jetzt ihre Kinder tiefkühlen, waren zu DDR-Zeiten gerade eingeschult und hatten somit von Fortpflanzung soviel Ahnung, wie dieser Herr von Geschichte und Mathe zusammen. Vielleicht ist er ja eher Biologe und wollte gesagt haben, dass es an den Ost-Genen liegt, also vererbt ist ? Wieder falsch! Denn wenns an den Genen liegt wird’s wohl an Adolf, der alten Nazisau liegen, der hatte es mit Menschenleben ja schließlich auch nicht so. Aber der gemeine Ostdeutsche war Widerstandskämpfer allerhärtester Sorte, während der böse Westdeutsche NSDAP-Mitglied, gewissenloser Schlächter und folglich Kindstöter war. Der Westdeutsche also ist schuld, der hat es der Gesellschaft vererbt und die frisst nun quasi ihre Kinder, sozusagen. Jaha, ich will die Stasi wiederhaben und meinen Sender Gleiwitz und Frauen an den Herd und überhaupt alles!!!

Unser Ama (übrigens auch Schwabe, mit Wurzeln im Gyros-Palace) hatte da die Woche ja auch wieder mal so seine Probleme mit dem Mundwerk. Ich hab da so ein Problem, wenn einer meint er müsse sich über die Mannschaft oder den Verein stellen. Verdienste hin oder her, genauso die Vereinstreue, die lag wohl eher gezwungenermaßen an den fehlenden Alternativen. Fakt ist auf jeden Fall, dass er es geschafft hat seiner Mannschaft zusätzliche Unruhe zu verschaffen, die hat es ihrem Ex-Kapitän auch prompt gedankt und eine teilweise erbärmliche Leistung abgeliefert. Verdiente Niederlage an einem Kack-Tag und dazu kommt noch, dass es unserem ehemaligen Redaktionskollegen Mark derzeit nicht besonders gut geht. Glücklicherweise aktuell auf dem Weg der Besserung, sollte sich unsere Mannschaft auch langsam mal Gedanken machen wie sie auf den Weg der Besserung kommen will. Ich hab jedenfalls keinen Bock auf 2. Liga und ein Derby gegen den FSV, weit weg ist das nicht…

06.02.2011  SC Freiburg - SGE 0:0 (Dreisamstadion, 21.900 Zuschauer)

Das Lohnt sich! Der diesjährige Ausflug des Reisekombinates Brechen-Idstein wurde in Zusammenarbeit mit dem MHT-Kartenvertrieb veranstaltet und führte an die Dreisam ins südbadische Freiburg zur Landesausstellung „Renaissance oder Scheiterhaufen am Bespiel der Bundesliga“ die seit August 2010 geöffnet ist und noch bis Mitte Mai 2011 dauert. 5 Personen nahmen am Ausflug teil und am frühen Mittag des 6. Februar ging es unter der Reiseleitung von Professor Assmann und dem Ernährungsberater Mankel von der katholischen Kirche zu Wörsdorf aus los. Erster Ausflugspunkt war die Raststätte Bruchsal wo uns Frau Friedrich ein wenig über die Geschichte des Lakritzkonfektes aufklärte. Nach einer kurzen Andacht im Foyer der Raststätte machte man sich weiter auf den Weg zur Dreisam, wo man kurz vorher an einer weiteren Raststätte auch die traditionelle Kaffeejause abhielt. Die Ausflugsteilnehmer wurden in 2 Gruppen aufgeteilt und frisch gestärkt durch Kaffee und Vanillemilch genoss man den Blick auf die blühenden Landschaften abseits der Schnellstraßen.
 
Bei der Einfahrt in die Stadt, deren erste Erwähnung (Siedlungen im Bereich des heutigen Freiburg, der Wiehre und Herdern) sich 1008 in einem Dokument findet, in dem Kaiser Heinrich II. dem Bischof Adalbero von Basel den Wildbann in den Wäldern der Gegend überschreibt, konnte man auf interessante und leicht anschauliche Weise viele kostbare Ausstellungsstücke betrachten und kam in den ersten Kontakt mit der lokalen Bevölkerung. Um alles über die Geschichte der Zähringer, Habsburger, Reformation und Bauernkriege zu erfahren reichte leider die eineinhalbstündige Führung zum Dreisamstadion beeinflusst von Pferdekutschen und anderen Reisegruppen nicht aus. Als letztes Ausflugsziel stand dann das Stadion des örtlichen SC an, allerdings konnten nicht alle unserer Reisegruppe das Erlebnis aufgrund der mangelhaften Bauweise dieses Freilichttheaters genießen. Mehrfach mussten die Plätze gewechselt werden und auch die Verpflegung kam nicht an frühere Mittagessen beim „Stadtsöllner-Wirt“ oder in der Gaststätte „Zum Alfons“ heran. Die Vorführung auf dem Rasen war sicherlich im Laufe der Spielzeit auch schon deutlich frischer, jedoch hat man hier in den vergangenen Wochen auch schon schlechtere Auftritte erlebt. Es waren noch einige andere Reisegruppen aus unserer Gegend anwesend mit denen man in den Pausen nett ins Gespräch kam und sich für zukünftige Ausflüge verabredete. Die Jüngeren unter den Reisenden versuchten das Geschehen mit lauten Gesängen zu begleiten, was jedoch nicht immer gelang.

Zusammenfassend war der diesjährige Ausflug trotzdem wie immer gut gelungen und das Wetter hätte nicht besser sein können. Glücklicherweise verlief der Tag auch ohne größere Zwischenfälle. Auf den abschließenden Besuch des Gasthauses „Zum Goldenen M“ wurde aus zeitlichen Gründen allerdings verzichtet. Gegen 22.30 Uhr kam unsere Reisegruppe wieder wohlbehalten in der Heimat an. Ganz lieben Dank an den Fahrer des Reisemobils und die Leckereien für unsere Kaffeejause! Danke auch an Herrn Bruchhagen und sein Team für die Unterstützung bei der Kartenbestellung sowie Herrn Assmann und Herrn Mankel für die Reiseleitung und die Organisation des Ausflugs.

21.01.2011  Hamburger SV - SGE 1:0 (Volkspark, 50.239 Zuschauer)

Ich will den heutigen Bericht mal mit einer Textzeile aus einem alten Klassiker von Jim Diamond beginnen: Eieieieieieieieiei, I should have known better…. Wie immer bleibt von den Ankündigungen potentieller Mitfahrer wenig übrig. Da wird der Magen über Nacht ranzig oder es wurde vergessen Urlaub einzureichen, die dollsten Sachen gibt’s da. Übrig blieb als Weggefährte dann nur noch Thor, wobei wir dann noch ne kleine Hoppingtour anschließen wollten. Als Spritdrücker konnten über eine Mitfahrzentrale noch ein Mann gewonnen werden, der mit seiner Schwester mitfahren wollte. Die beiden wurden in Gießen am Bahnhof aufgesammelt und stellten sich recht schnell als Iraner heraus. Wer seinen Urlaub schon mal im Iran verbracht hat, stellt fest, dass nicht alles schlecht ist, was ein US-Präsident nicht mag. Zugegeben: Vieles, was von Reisen positiv in Erinnerung bleibt, ist im Iran verboten. Nichtehelicher Geschlechtsverkehr, westliche Musik, Alkohol - auf alles steht in Iran Strafe mit Anfassen, und als Rechtsmittel dient auch die Peitsche. Viel davon blieb bei meinen Mitfahrern jedoch wohl nicht hängen, denn die beiden entpuppten sich als angenehmer Gegenentwurf, angeschlagen von einem Gelage vom Vorabend, und es wurde eine kurzweilige Fahrt in die Hansestadt.

Meine Tante gewährte uns für die Nacht Asyl und nach einem kurzen Boxenstop im Hamburger Vorort ging es per Zug ins Stadion. Im Gästeblock gab es heute dank des Freitagstermins genügend Platz und so konnten auch die Freßbuden noch alle abgehoppt werden. So früh wollte ich eh nicht rein, weil alle Welt mit einem Schlachtfest rechnete, aber auf unsere Ersatzbank ist dann doch Verlass. Sensationell wie Rode in seinem 1. Spiel den „Weltstar“ van Nistelrooy abkochte, Clark war unglaublich. Leider hat der HSV den einzigen Fehler von uns eiskalt genutzt zum einzigen Tor, unfassbar ärgerlich dass wir mit unserer Rumpftruppe diesen charakterlosen Scheisshaufen nicht schlagen konnten. Sorry meine Freunde vom HSV, aber ihr könnt einem einfach nur leid tun. Da im Gästebereich nicht viel los war und auch keine bekannten Gesichter erblickt wurden ging’s schnell zurück in die Stadt, die Bembelbar auf St. Pauli im Jolly Roger rief.

Das Jolly Roger liegt in unmittelbarer Nähe vom Millerntor-Stadion und ist eine coole Fußballkneipe auf dem Kiez. Zur Feier des Tages wurde wie immer bei der Bembelbar das hessische Stöffche importiert und die Fanabteilung stiftete die Gerippten. Bin ja grundsätzlich eh nicht so der Äppler-Fan, aber ich weiß nicht warum diese Brühe außerhalb der hessischen Landesgrenzen immer so schal schmeckt. Überfremdeter Hessischer Obstbestand ? In der Vergangenheit wurden rein hessische Obstsorten wieder und wieder durch das Aufpfropfen fremder Arten verunreinigt. Schluss damit! Außerdem: Es kann nicht angehen, dass deutsche Kinder mit Bananen und Apfelsinen aufwachsen und den Nährwert eines guten hessischen Apfels oder einer reinen saftigen Birne nicht mehr zu schätzen wissen. Deshalb: Grenzen dicht für Fremdobst! Und weiter: Weg mit faulem Fallobst ! Unter unseren hessischen Bäumen lungert immer mehr faules Fallobst herum. Egal, ob es ehedem an hessischen Bäumen hing, muss es endlich einer der Volksgemeinschaft nützlichen Verwendung zugeführt werden. Macht Fallobst zu Mus! Da bleibe ich dann doch lieber beim leckeren Astra, gerne in der stärkeren Rotlicht-Variante statt des Äpplers, Eieieieieieieieiei, I should have known better….


16.01.2011  SGE – Hannover 96  0:3 (Waldstadion, 39.300 Zuschauer)

Dies ist das Wort des Herrn, das geschehen ist zu Frankfurt, dem Sohn der DFL. Höret dies, ihr Ältesten, und merket auf alle Einwohner im Lande, das solches geschehen sei zu euren Zeiten! Saget euren Kindern davon und lasset's eure Kinder ihren Kindern sagen und diese Kinder ihren Nachkommen! Was die Raupen lassen, das fressen die Heuschrecken; und was die Heuschrecken lassen, das fressen die Käfer; und was die Käfer lassen, das frisst das Geschmeiß. Wachet auf, ihr Trunkenen, und weinet, und heulet, alle Weinsäufer, um den Most; denn er ist euch vor eurem Maul weggenommen. Denn es zog herauf in unser Land ein mächtiges Volk und ohne Zahl; das hat Zähne wie Löwen und Backenzähne wie Löwinnen. Das verwüstet meinen Weinberg und streift meinen Feigenbaum ab, schält ihn und verwirft ihn, dass seine Zweige weiß dastehen. Heule wie eine Jungfrau die einen Sack anlegt um ihren Bräutigam! Denn das Speisopfer und Trankopfer ist vom Hause des Herrn weg, und die Priester, des Herrn Diener, trauern. Das Feld ist verwüstet, und der Acker steht jämmerlich; das Getreide ist verdorben, der Wein steht jämmerlich und das Öl kläglich. Die Ackerleute in rot und schwarz sehen jämmerlich, und die Weingärtner heulen um den Weizen und die Gerste, dass aus der Ernte auf dem Felde nichts werden kann. So steht der Weinstock auch jämmerlich und der Feigenbaum kläglich; dazu die Granatbäume, Palmbäume, Apfelbäume und alle Bäume auf dem Felde sind verdorrt; denn die Freude der Menschen in Frankfurt ist zu Jammer geworden.

Blaset mit Posaunen zu Heribert, heiliget ein Fasten, rufet die Gemeinde zusammen! Versammelt das Volk, heiliget die Gemeinde, sammelt die Ältesten, bringt zuhauf die jungen Kinder und die Säuglinge! Der Bräutigam gehe aus seiner Kammer und die Braut aus ihrem Gemach. Lasset die Priester weinen zwischen Halle und Altar und sagen: Herr, schone unser hessisches Volk und lass dein Erbteil nicht zu Schanden werden, dass Heiden über sie herrschen! So wird der Herr um sein Land eifern und sein Volk verschonen. Und der Herr wird antworten und sagen zu seinem Volk: Siehe, ich will euch Getreide, Most und Öl in Fülle schicken, dass ihr genug daran haben sollt, und will euch nicht mehr lassen unter den Heiden zu Schanden werden, und will den von Mitternacht fern von euch treiben und ihn in ein dürres und wüstes Land verstoßen, sein Angesicht hin zum Meer gegen Morgen und sein Ende hin zum Meer gegen Abend. Er soll verfaulen und stinken; denn er hat große Dinge getan. Fürchte dich nicht, liebes Frankfurter Land, sondern sei fröhlich und getrost, ihr werdet zu essen genug haben und sollt den Namen des Herrn, eures Gottes, preisen, der Wunder unter euch getan hat; und euer Land soll nicht mehr zu Schanden werden. Ihr müsst nur an euch arbeiten, alles aus euren vermaledeiten Körpern herausholen. Halbe Kraft wie heute ist nicht genug, auch die halbmondgläubigen aus eurer Mannschaft müssen sich hinterfragen. Sonst werden auch weiter die Heiden die Ernte von eurem Acker entführen. Hosianna !

Aktualisiert am
13.05.2017
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